Speisepilze und ihre Doppelgänger 
unterscheiden lernen...

Auch Stockschwämmchensammler leben gefährlich
Als im Rahmen eines Interviews ein Foto von diesen Gifthäublingen in einer großen norddeutschen Tageszeitung erschien, wurde ich gleich von mehreren Pilzfreunden angesprochen: Sie hatten tatsächlich geglaubt, dies seien Stockschwämmchen. - Weniger Tage später berichtete eine langjährige Pilzsammlerin im Fernsehen des BR von ihrem Erlebnis, eine Verwechslung mit diesem tödlich giftigen Pilz nur durch eine Lebertransplantation überlebt zu haben. Von der Existenz dieses Pilzes hatte sie gewußt. Das sollte jedem verantwortungsvollen Pilzsammler zu denken geben.

Nadelholzhäubling_1

Pilzlehrfilm: Speisepilze und ihre Doppelgänger
So lernt man Pilze unterscheiden
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Fachkundig kommentiert erfahren Sie bequem zu Hause wie bei einem meiner live Diavorträge wichtige Details, um beliebte Speisepilze von allen möglichen Doppelgängern zu unterscheiden. Anders als in Pilzbüchern das möglich ist, werden hier konkrete Verwechselungsmöglichkeiten aufgezeigt und verständlich erläutert. - Verwechslungen genau so, wie sie in der Praxis tatsächlich vorgekommen. Gleichwohl ist zu beachten, dass in anderen Regionen Europas es auch noch weitere Pilzarten und somit zahlreiche  Verwechslungspotenziale gibt.
Und: Noch ist der Speisewert bei vielen Pilzen nicht bekannt.  Daher ist vorgesehen, diesen Lehrfilm alle paar Jahre zu aktualisieren. Dazu können auch Sie beitragen. Berichten Sie mir per Mail über Vergiftungsfälle.

Aus der Praxis – für die Praxis
Ohne grundlegende Kenntnisse zur Pilzkunde, können nun mal Pilze nicht sicher bestimmt werden. Es reicht bei weitem nicht hin, einfach Bilder zu Vergleichszwecken gegenüber zu stellen. Der angehende Pilzkenner erfährt auf diesem “Heimseminar” Schritt für Schritt, die Pilze nicht nur als Ganzes zu sehen, sondern systematisch die Untersuchungsobjekte in Baugruppen wie Hut, Fruchtlager und Stiel geordnet zu beurteilen. Selbst scheinbar unwichtige Dinge wie Wuchsort, Lebensraum  oder die Jahreszeit geben zusätzliche, wertvolle Bestimmungshinweise.  „Pilze laufen nicht vom Band“ sondern sind innerhalb einer Art zum Teil erheblichen Schwankungen  im Aussehen unterworfen.  Deswegen stelle ich in dieser Präsentation nicht einfach nur Pilze  vor, sondern mache Sie mit den wichtigsten Erkennungs- und damit Unterscheidungsmerkmalen gezielt vertraut: Schritt für Schritt. 

Aberglaube und Wirklichkeit
Waren vor 20  Jahren “nur” etwa 180 Giftpilze (einschließlich Rohgiftigkeit) bekannt, sind es inzwischen über 200 Arten und jedes Jahr werden weitere entlarvt. Auch tödlich giftige Pilze! Wie beispielsweise ein Doppelgänger vom Austernseitling, ein zweiter Doppelgänger vom Maipilz, ein Doppelgänger vom Eierwulstling, ein stark giftiger Doppelgänger vom Maronenröhrling und Steinpilz, ein Doppelgänger vom Fransigen Wulstling...
Trotzdem gibt es immer noch Leute, die ernsthaft glauben, dass eine mitgekochte Zwiebel oder Silberlöffel die Giftigkeit eines Pilzes anzeigen würde.

Gesamtdauer: ca. 56 Minuten
Preis:  34,95 €  zzgl. Porto- und Versandkosten von, 2,75€ -
Lieferung: lieferbar auf  CD zur Ansicht an einem PC bzw. Notebook. -
Zahlung: Der Lieferung liegt eine Rechnung zur sofortigen Überweisung bei.
Tipp: Bei entsprechender technischer Ausstattung Ihres PC/Notebook (Videoausgang) lässt sich dieser Lehrfilm auch am Fernseher ansehen, oder auf Video bzw. DVD (natürlich wie die CD nur für den Privatgebrauch) übertragen. 

Anmerkung: Geschaffen wurde diese Präsentation übrigens nicht für Spezialisten, sondern für den praktischen Pilzsammler, aber vor allem auch als unverzichtbares Lehrmittel für angehende Pilzkenner, Pilzberater und Pilzsachverständige.

Bestellung per Mail bitte mit Angabe des Filmtitels und der Lieferanschrift.   

Web Design
Blutblättriger Hautkopf_1 Gallenröhrling_1 Duft-Trichterling_1 Galerina autumnalis_1 Ölbaumpilz_1

Ursachen für Pilzvergiftungen
Vor allem Fehleinschätzung der eigenen  Pilzkenntnisse - gepaart mit Unkenntnis, aber auch purer Leichtsinn, sowie Experimentierfreudigkeit, falsche Zubereitung und Sorglosigkeit führen in Deutschland alljährlich tausendfach zu Problemen mit Pilzen. Manchmal auch mit tödlichem Ausgang. Nicht jeder hat das Glück, kurz vor dem sicheren Tod noch einen Leberspender zu finden, wie im oberen Beispiel, oder das Glück, zu wenig gegessen zu haben, wie nachfolgend angeführt:

* In Niedersachsen hatte im Oktober ein 17-jähriger Hildesheimer gezielt “kleine Pilze” gesucht, um deren halluzinogene Wirkung auszuprobieren. Als dann eine ganz andere Wirkung eintrat, bekam er es mit der Angst zu tun und begab sich in ein Krankenhaus. Nach erfolgreicher Behandlung einer  diagnostizierten Knollenblätterpilzvergiftung konnte der junge Mann nach einigen Tagen als geheilt entlassen werden. Vermutlich hatte er kleine Schirmlinge (Gattung Lepiota) gegessen. Erst als er zu einer Fernsehsendung geladen werden sollte, stellte sich heraus, dass er sich unter falschem Namen und falscher Adresse im Krankenhaus hatte behandeln lassen.

* Ähnlich glimpflich kam fast zur selben Zeit eine Gruppe von Übersiedlern aus der Nähe von Bremen davon. Sie hatten Tage zuvor im Urlaub in Finnland kleine Pfifferlinge mit dem Orangefuchsigen Rauhkopf verwechselt. Zwei davon haben jetzt immer noch ernste Nierenprobleme. Müssen jede Woche zur Dialyse. Der Zufall hatte es gewollt, dass sie hier einen Arzt angetroffen hatten, der mit derartigen Pilzvergiftungen schon praktische Erfahrungen gesammelt hatte. - Besonderes Glück im Unglück muss man also auch noch haben.

* Mit einem kontrollierenden Blick der Nachbarin bestätigte diese den Pilzfund. Die so bestimmten Steinpilze und Maronen aus dem Harz wurden abends zubereitet und verzehrt. Unfähig selbst zu fahren, ging es in der Nacht dann mit dem Notarzt ins nächste Krankenhaus, weil beide von schweren Brechdurchfällen überrascht wach geworden waren. Nach zwei Tagen konnte das Ehepaar als geheilt entlassen werde. - Da keine Pilze oder Pilzreste sichergestellt wurden, konnte bislang nicht ermittelt werden, um welche Röhrlinge es sich tatsächlich gehandelt hatte.

* Über 50 Jahre schon, hatte die erfahrene Pilzsammlerin ihre Perlpilze in der Nordheide zwischen Lüneburg, Winsen und Hamburg selbst gesammelt und gegessen. Galt als Pilzkennerin in der Nachbarschaft. Bis sie erstmals im letzten Jahr in ihrem Leben den Pantherpilz fand. - Diese Mahlzeit endete für sie tödlich.

* “Champignons - direkt vor meiner Haustür am Stadrand im Rasen und davon gleich so viele,” dachte sich eine Braunschweigerin. Vier Tage später starb sie einen qualvollen Tod. Sie hatte sich eine reine Knollenblätterpilzmahlzeit schmecken lassen. In einem ähnlichen Fall, ebenfalls in Braunschweig konnte eine weitere Frau gerettet werden, weil rechtzeitig eine Spenderleber zur Verfügung stand.

* Wie groß war die Freude der Familie, ein riesiges Vorkommen an Speisemorcheln im Mai zu finden. Das einige Exemplare bereits überaltert waren, wurde in der Sammelgier bzw. aus Unkenntnis übersehen. Dass rund 100 Exemplare pro Sammler in die Plastiktüten gepreßt wurden, störte auch niemanden. Schließlich gibt es ja nicht jedes Jahr so eine Sternstunde. In zwei großen Pfannen wurden die Pilzschätze dann mehr oder weniger gar geschmort und allesamt in einem Rutsch verschmaust. Abfälle gab es bei so leckeren Kostbarkeiten nicht. Erst als am nächsten Morgen die Schwiegertochter besinnungslos im Badezimmer zusammenklappte und nicht mehr ansprechbar war, gestanden auch die anderen Familienmitglieder ihre Probleme ein und suchten ein Krankenhaus auf. Nach vier Tagen konnten sie wieder entlassen werden. 

* “Schwarze Trüffeln gefunden” dass sollte doch gleich die ganze Welt, oder zumindest alle im Landkreis Göttingen wissen. Die geladene Reporterin der Zeitung kostete ebenfalls von den “schwarzen Diamanten” Niemand wunderte sich über anschließende Magenprobleme und einsetzende Müdigkeit. Schließlich wollte die Dame der Zeitung noch die Bestätigung einer Pilzberaterin einholen. Eingeschlagen in einer Samtdecke auf einem silbernen Tablett wurden ihr alsbald die “Trüffeln” von der glücklichen Finderin zur Begutachtung vorgelegt. - Es waren Kartoffelboviste.  Zum Teil waren sie geschält...

Es gibt aber noch andere Gründe für Pilzvergiftungen: Unfälle
Damit meine ich Kleinkinder bis etwa 4 Jahre, die im elterlichen Garten, auf dem gemeinsamen Waldspaziergang, beim Beerenpflücken oder im Kindergarten Pilze finden und diese verzehren.   
 

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